In Zeiten, in denen Low-Carb-Ernährung und zuckerfreie Rezepte immer mehr an Bedeutung gewinnen, präsentiert sich die Mini-Biskuitrolle ohne Zucker als wahre Offenbarung für alle Abnehmwilligen und Gesundheitsbewussten. Diese fruchtigen Kuchenschnitten vereinen den klassischen Charme einer luftigen Biskuitrolle mit den Vorteilen einer kohlenhydratreduzierten Ernährung. Statt herkömmlichem Zucker kommen natürliche Süßungsmittel zum Einsatz, während die Füllung mit frischen Beeren für eine fruchtige Note sorgt. Das Besondere an dieser Kreation: Sie schmeckt nicht nach Verzicht, sondern nach purem Genuss. Perfekt portioniert als Mini-Variante, eignen sich diese Kuchenschnitten ideal als Dessert, Nachmittagssnack oder sogar als süßes Frühstück. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Fingerspitzengefühl beim Rollen des Teiges, doch mit den richtigen Tipps gelingt auch Anfängern dieses beeindruckende Gebäck.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Ofens und der Arbeitsfläche
Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und zur Seite stellen. Ein sauberes Küchenhandtuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten und leicht mit Erythrit bestäuben. Dies verhindert später das Ankleben der Biskuitrolle.
2. Trennung der Eier
Die vier Eier sehr sorgfältig trennen. Das Eiweiß in eine große, fettfreie Schüssel geben, das Eigelb in eine separate Schüssel. Achtet darauf, dass absolut kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, denn selbst kleinste Mengen Fett verhindern das Aufschlagen des Eiweißes zu festem Schnee.
3. Zubereitung der Eigelbmasse
Das Eigelb mit 30 Gramm Erythrit und dem Vanilleextrakt mit dem Handrührgerät etwa drei Minuten lang schaumig schlagen. Die Masse sollte deutlich heller werden und an Volumen zunehmen. Dies ist wichtig für die spätere Luftigkeit des Biskuits.
4. Aufschlagen des Eiweißes
Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Sobald es anfängt, fest zu werden, die restlichen 30 Gramm Erythrit nach und nach einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis sich feste Spitzen bilden, die nicht mehr einknicken. Dies nennt man steifer Eischnee, also Eiweiß, das so fest geschlagen wurde, dass es seine Form behält.
5. Vereinigung der Massen
Etwa ein Drittel des Eischnees zur Eigelbmasse geben und vorsichtig unterheben. Dies lockert die schwere Eigelbmasse auf. Dann das Mandelmehl und Backpulver darübersieben und den restlichen Eischnee hinzufügen. Mit einem Spatel alles behutsam von unten nach oben unterheben, niemals rühren. Rühren würde die Luftbläschen zerstören, die wir mühsam eingearbeitet haben.
6. Backen des Biskuitteiges
Den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech verstreichen, etwa einen halben Zentimeter dick. Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene zwölf Minuten backen. Der Biskuit ist fertig, wenn er leicht gebräunt ist und bei Berührung zurückfedert.
7. Rollen des Biskuits
Sobald der Biskuit aus dem Ofen kommt, sofort mit dem Backpapier vom Blech lösen und auf das vorbereitete, mit Erythrit bestäubte Küchentuch legen. Das Backpapier vorsichtig abziehen. Den noch warmen Biskuit von der kurzen Seite her eng aufrollen, dabei das Tuch mitrollen. Vollständig auskühlen lassen. Dieser Schritt ist entscheidend: Nur im warmen Zustand lässt sich der Biskuit rollen, ohne zu brechen.
8. Zubereitung der Fruchtfüllung
Die gefrorenen Himbeeren in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Mit einer Gabel zerdrücken und die Chiasamen einrühren. Etwa fünf Minuten köcheln lassen, bis eine marmeladenähnliche Konsistenz entsteht. Vollständig abkühlen lassen. Chiasamen wirken als natürliches Bindemittel und ersetzen Gelatine oder Stärke.
9. Herstellung der Frischkäsecreme
Den Frischkäse mit dem flüssigen Süßstoff und dem Zitronensaft glatt rühren. Die Creme sollte streichfähig, aber nicht zu flüssig sein. Bei Bedarf für zehn Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sie etwas fester wird.
10. Füllen und erneutes Rollen
Die ausgekühlte Biskuitrolle vorsichtig entrollen. Die Frischkäsecreme gleichmäßig auf der gesamten Fläche verstreichen, dabei einen Rand von etwa einem Zentimeter freilassen. Die Fruchtfüllung darauf verteilen. Nun die Rolle erneut straff aufrollen, diesmal ohne das Tuch. Die fertige Rolle in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.
11. Portionieren und Anrichten
Die gekühlte Rolle mit einem scharfen Messer in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Das Messer zwischen jedem Schnitt mit heißem Wasser abspülen und abtrocknen, so erhält man saubere Schnittkanten. Die Mini-Kuchenschnitten auf einer Servierplatte arrangieren.
Tipp vom Chefkoch
Um zu verhindern, dass der Biskuit beim Rollen bricht, könnt ihr ihn im noch warmen Zustand mit einem leicht feuchten Tuch bedecken. Die Feuchtigkeit macht den Teig geschmeidiger. Außerdem empfiehlt es sich, den Biskuit nicht zu lange zu backen, denn ein zu trockener Teig lässt sich schwerer rollen. Falls doch Risse entstehen, keine Panik: Die Füllung und das spätere Schneiden kaschieren kleine Makel perfekt. Für eine noch intensivere Fruchtigkeit könnt ihr verschiedene Beeren kombinieren oder etwas Zitronenabrieb zur Frischkäsecreme geben.
Passende Getränke zur Mini-Biskuitrolle
Zu diesen leichten, fruchtigen Kuchenschnitten empfiehlt sich ein ungesüßter Kräutertee, etwa mit Pfefferminze oder Zitronenmelisse, der die frischen Aromen der Beeren unterstreicht, ohne zusätzliche Kalorien zu liefern. Alternativ passt ein schwarzer Kaffee hervorragend, dessen leichte Bitterkeit einen schönen Kontrast zur Süße des Desserts bildet. Für besondere Anlässe kann auch ein trockener Prosecco serviert werden, dessen Säure und Frische die fruchtigen Noten des Gebäcks wunderbar ergänzen. Wer es alkoholfrei mag, greift zu einem infused water mit Himbeeren und Minze, also Wasser, das mit Früchten und Kräutern aromatisiert wurde.
Zusätzliche Info
Die Biskuitrolle hat ihre Wurzeln in der europäischen Backtradition und ist seit dem 19. Jahrhundert in verschiedenen Varianten bekannt. In Deutschland kennt man sie als Biskuitrolle, in Frankreich als Bûche, in der Schweiz als Roulade. Traditionell wird sie mit viel Zucker und Sahne zubereitet, doch die moderne Low-Carb-Variante beweist, dass Genuss und gesunde Ernährung kein Widerspruch sein müssen. Mandelmehl ersetzt herkömmliches Weizenmehl und bringt nicht nur weniger Kohlenhydrate, sondern auch wertvolle Proteine und gesunde Fette mit. Erythrit ist ein natürlicher Zuckeralkohol, der keine Kalorien hat und den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, ideal also für Diabetiker und Abnehmwillige. Die Verwendung von Chiasamen als Bindemittel ist ein cleverer Trick aus der modernen Clean-Eating-Küche: Sie quellen auf und bilden eine gelartige Konsistenz, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Diese Mini-Variante der klassischen Biskuitrolle eignet sich besonders gut zur Portionskontrolle, ein wichtiger Aspekt beim Abnehmen.



