Ohne Ei oder Butter: Das ist der fluffigste Kuchen der Welt

Ohne Ei oder Butter: Das ist der fluffigste Kuchen der Welt

In Zeiten von Lebensmittelunverträglichkeiten und bewusstem Verzicht auf tierische Produkte erobert ein außergewöhnlicher Kuchen die Herzen von Hobbybäckern weltweit: der fluffigste Kuchen ohne Ei und Butter. Diese revolutionäre Backkreation beweist eindrucksvoll, dass man auf klassische Zutaten verzichten kann, ohne Kompromisse bei Geschmack und Konsistenz einzugehen.

Der Ursprung dieses Kuchenrezepts liegt in der veganen Bewegung, die pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten popularisiert hat. Was zunächst als Notlösung für Allergiker begann, entwickelte sich zu einer eigenständigen Backtechnik mit verblüffenden Ergebnissen. Die Luftigkeit entsteht durch eine clevere Kombination aus Backpulver, Essig und kohlensäurehaltigem Wasser – eine chemische Reaktion, die den Teig von innen aufgehen lässt.

Besonders bemerkenswert: dieser Kuchen gelingt selbst Anfängern mühelos. Die Zubereitung erfordert keine aufwendigen Techniken wie das Aufschlagen von Eiern oder das Cremigschlagen von Butter. Stattdessen werden alle Zutaten einfach vermischt, was Zeit spart und Fehlerquellen minimiert. Das Ergebnis überzeugt durch eine samtig-weiche Krume und einen dezent süßen Geschmack, der sich hervorragend mit verschiedenen Toppings kombinieren lässt.

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Den Backofen vorbereiten

Heize deinen Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Dies ist wichtig, damit der Kuchen von Anfang an die richtige Temperatur bekommt und gleichmäßig aufgeht. Fette deine Springform leicht mit etwas Pflanzenöl ein und lege den Boden mit Backpapier aus. Dieser Schritt verhindert, dass der Teig am Boden kleben bleibt und erleichtert später das Herauslösen des fertigen Kuchens.

2. Die trockenen Zutaten mischen

Gib das Mehl, den Zucker, das Backpulver, das Natron und eine Prise Salz in eine große Rührschüssel. Vermische alle trockenen Zutaten gründlich mit einem Schneebesen. Diese homogene Mischung ist entscheidend, damit sich die Triebmittel gleichmäßig im Teig verteilen und der Kuchen überall schön aufgeht. Achte darauf, dass keine Klümpchen im Mehl bleiben.

3. Die flüssigen Zutaten hinzufügen

Mache in der Mitte der trockenen Zutaten eine kleine Mulde. Gieße das Pflanzenöl, das Mineralwasser, den Essig und den Vanilleextrakt hinein. Der Essig reagiert mit dem Backpulver und dem Natron und erzeugt kleine Kohlendioxidbläschen, die den Teig später luftig machen. Rühre nun mit dem Schneebesen von innen nach außen, bis sich alle Zutaten zu einem glatten Teig verbunden haben. Rühre nicht zu lange, sonst verliert der Teig seine Luftigkeit.

4. Den Teig in die Form füllen

Gieße den Teig sofort in die vorbereitete Springform. Verteile ihn gleichmäßig und klopfe die Form einmal leicht auf die Arbeitsfläche, damit eventuelle Luftblasen entweichen können. Der Teig sollte relativ flüssig sein – das ist völlig normal und sorgt für die spätere Fluffigkeit. Schiebe die Form zügig in den vorgeheizten Backofen auf die mittlere Schiene.

5. Den Kuchen backen

Backe den Kuchen für etwa 35 Minuten. Öffne während der ersten 25 Minuten auf keinen Fall die Backofentür, da der Kuchen sonst zusammenfallen könnte. Nach 35 Minuten machst du die Stäbchenprobe: Stich mit einem Zahnstocher in die Mitte des Kuchens. Wenn kein Teig mehr am Stäbchen haften bleibt, ist der Kuchen fertig. Falls noch feuchte Krümel kleben, backe ihn weitere 5 Minuten.

6. Den Kuchen abkühlen lassen

Nimm den Kuchen aus dem Ofen und lasse ihn etwa 10 Minuten in der Form abkühlen. Löse dann vorsichtig den Springformrand und lasse den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Struktur sich festigt und der Kuchen seine fluffige Konsistenz behält. Erst wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, bestäubst du ihn mit Puderzucker.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Um deinem Kuchen eine besondere Note zu verleihen, kannst du verschiedene Geschmacksvarianten ausprobieren: ersetze einen Teil des Mineralwassers durch frisch gepressten Orangensaft für einen fruchtigen Touch, oder füge zwei Esslöffel Kakao zu den trockenen Zutaten hinzu für eine schokoladige Version. Wenn du den Kuchen saftiger magst, reduziere die Backzeit um etwa 5 Minuten – er wird dann innen noch etwas weicher. Ein professioneller Tipp: verwende immer frisches Backpulver und Natron, da diese Triebmittel mit der Zeit ihre Wirkung verlieren. Du kannst die Frische testen, indem du etwas Backpulver in heißes Wasser gibst – es sollte sofort sprudeln. Für eine elegante Präsentation kannst du den abgekühlten Kuchen mit geschmolzener dunkler Schokolade überziehen oder mit frischen Beeren dekorieren.

Die perfekte Begleitung zum fluffigen Kuchen

Zu diesem leichten, luftigen Kuchen passt hervorragend eine Tasse aromatischer Kaffee oder ein milder Schwarztee. Die dezente Süße des Kuchens harmoniert wunderbar mit der leichten Bitterkeit eines Cappuccinos oder Café Latte. Für Kinder und alle, die keinen Kaffee mögen, empfiehlt sich ein Glas kalte Mandelmilch oder ein erfrischender Früchtetee.

Wer es festlicher mag, kann zum Nachmittagskaffee auch einen Chai Latte mit seinen würzigen Noten servieren. Die Gewürze im Chai bilden einen interessanten Kontrast zur Vanillenote des Kuchens. An warmen Sommertagen ist auch eine eisgekühlte Limonade eine erfrischende Wahl, die die Leichtigkeit des Gebäcks unterstreicht.

Zusätzliche Info

Die Geschichte des eifreien Backens reicht weiter zurück, als viele vermuten. Bereits während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren entwickelten amerikanische Hausfrauen Rezepte ohne Eier und Butter, da diese Zutaten teuer und knapp waren. Der sogenannte Depression Cake oder Wacky Cake wurde zur Notwendigkeit und entwickelte sich zu einer beliebten Alternative.

Wissenschaftlich betrachtet funktioniert dieser Kuchen durch eine clevere chemische Reaktion: Das Natron (Natriumhydrogencarbonat) reagiert mit der Säure des Essigs und bildet Kohlendioxid. Dieses Gas wird in kleinen Bläschen im Teig eingeschlossen und lässt ihn aufgehen. Das Backpulver verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Die Kohlensäure im Mineralwasser trägt ebenfalls zur Lockerheit bei.

In der modernen veganen Küche hat sich dieser Kuchen als Grundrezept etabliert. Er lässt sich beliebig abwandeln und mit verschiedenen Aromen kombinieren. Besonders in Skandinavien und Nordamerika erfreut sich diese Backmethode großer Beliebtheit. Der Kuchen eignet sich auch hervorragend als Basis für Torten und kann mit verschiedenen Cremes gefüllt werden.

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