Schokotorte mit selbst gemachter Schokoladencreme: So gut!

Schokotorte mit selbst gemachter Schokoladencreme: So gut!

Die Schokotorte mit selbst gemachter Schokoladencreme zählt zu den beliebtesten Desserts in deutschen Konditoreien und Privathaushalten. Diese üppige Torte vereint saftige Schokoladenböden mit einer samtigen, hausgemachten Creme, die jeden Schokoladenliebhaber begeistert. Im Gegensatz zu industriell hergestellten Varianten überzeugt die selbst gemachte Version durch intensive Aromen und eine Textur, die auf der Zunge zergeht. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Zeit und Aufmerksamkeit, doch das Ergebnis rechtfertigt jeden Aufwand. Mit hochwertigen Zutaten und präziser Technik gelingt auch Hobbybäckern eine Torte, die professionellen Standards entspricht. Die Kombination aus dunkler Schokolade und cremiger Füllung macht dieses Dessert zu einem unvergesslichen Genusserlebnis für besondere Anlässe oder einfach, um sich selbst zu verwöhnen.

45

35

moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Die Springform gründlich mit etwas Öl einfetten und mit Backpapier auslegen, sodass der Boden vollständig bedeckt ist. Diese Vorbereitung verhindert, dass der Teig später am Boden kleben bleibt.

2.

In einer hitzebeständigen Schüssel 200 Gramm dunkle Schokolade grob hacken und über einem Wasserbad langsam schmelzen lassen. Das Wasserbad bedeutet, dass die Schüssel über einem Topf mit siedendem Wasser hängt, ohne das Wasser zu berühren. Diese sanfte Methode verhindert, dass die Schokolade anbrennt oder ihre Struktur verliert. Sobald die Schokolade vollständig geschmolzen ist, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

3.

In einer großen Schüssel das Mehl, Kakaopulver, Backpulver, Zucker und eine Prise Salz vermischen. Diese trockenen Zutaten gut durchmischen, damit sich das Backpulver gleichmäßig verteilt und der Teig später gleichmäßig aufgeht.

4.

In einer separaten Schüssel das pflanzliche Öl mit dem Vanilleextrakt und 200 ml lauwarmem Wasser verrühren. Diese Flüssigkeitsmischung bildet die Basis für einen saftigen Teig, der nicht trocken wird.

5.

Die geschmolzene, leicht abgekühlte Schokolade zur Ölmischung geben und gut verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Achte darauf, dass die Schokolade nicht zu heiß ist, damit sie sich gut verbindet.

6.

Die Schokoladen-Öl-Mischung zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Schneebesen oder elektrischen Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa zwei Minuten lang verrühren. Der Teig sollte glatt und ohne Klumpen sein. Ein gleichmäßiger Teig garantiert eine ebenmäßige Struktur des Kuchens.

7.

Den Teig in die vorbereitete Springform gießen und die Oberfläche mit einem Spatel glatt streichen. Die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 30 bis 35 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn ein Holzstäbchen in die Mitte gestochen sauber wieder herauskommt.

8.

Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Creme später nicht schmilzt.

9.

Für die Schokoladencreme die restlichen 100 Gramm dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen und anschließend vollständig abkühlen lassen, aber nicht fest werden lassen. Die Schokolade sollte flüssig bleiben, aber Raumtemperatur haben.

10.

Die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker in einer Schüssel mit dem elektrischen Handrührgerät schaumig schlagen. Diese Masse sollte hell und luftig werden, was etwa drei bis vier Minuten dauert. Das Aufschlagen der Butter mit Zucker nennt man Cremage und sorgt für eine leichte, cremige Konsistenz.

11.

Die abgekühlte, flüssige Schokolade langsam zur Buttercreme geben und dabei ständig weiterrühren. Die Masse sollte sich gut verbinden und eine gleichmäßige Schokoladenfarbe annehmen.

12.

In einer separaten, sauberen Schüssel die kalte Sahne steif schlagen. Die Sahne muss direkt aus dem Kühlschrank kommen und die Schüssel sollte ebenfalls kalt sein. Kalte Temperaturen helfen der Sahne, schneller und stabiler zu werden.

13.

Die geschlagene Sahne vorsichtig mit einem Teigschaber unter die Schokoladen-Buttercreme heben. Dabei mit sanften Bewegungen von unten nach oben arbeiten, damit die Luftigkeit der Sahne erhalten bleibt. Diese Technik nennt man Unterheben und bewahrt das Volumen der Creme.

14.

Den vollständig abgekühlten Kuchen horizontal in zwei gleichmäßige Böden schneiden. Dafür ein langes, scharfes Messer verwenden und den Kuchen dabei langsam drehen. Ein Tortenteiler oder Tortenschneider erleichtert diese Arbeit erheblich.

15.

Den unteren Boden auf eine Tortenplatte oder einen Teller legen. Etwa die Hälfte der Schokoladencreme gleichmäßig auf dem Boden verteilen und mit einer Palette glatt streichen. Die Creme sollte bis zum Rand reichen.

16.

Den zweiten Boden vorsichtig auf die Cremeschicht legen und leicht andrücken. Die restliche Creme auf der Oberseite und an den Seiten der Torte verteilen und mit der Palette in gleichmäßigen Bewegungen glatt streichen.

17.

Die fertige Torte für mindestens zwei Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch setzt sich die Creme und die Aromen verbinden sich optimal. Vor dem Servieren etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Für eine besonders intensive Schokoladennote kann man dem Teig einen Esslöffel Espressopulver hinzufügen. Der Kaffee verstärkt das Schokoladenaroma, ohne selbst zu dominieren. Wenn die Torte mehrere Tage haltbar sein soll, kann man die Sahne durch zusätzliche Butter ersetzen oder Sahnesteif verwenden. Zum Dekorieren eignen sich Schokoladenraspel, Kakaopulver oder frische Beeren hervorragend. Ein Trick für perfekt glatte Seiten: Die Palette kurz in heißes Wasser tauchen, abtrocknen und dann die Creme glatt streichen.

Passende Getränke zur Schokotorte

Zu dieser reichhaltigen Schokotorte passt hervorragend ein kräftiger Espresso oder ein Cappuccino, dessen Bitterkeit die Süße der Torte ausgleicht. Auch ein Glas kalte Milch harmoniert wunderbar mit der intensiven Schokolade. Für besondere Anlässe empfiehlt sich ein süßer Dessertwein wie Portwein oder ein Schokoladenwein, der die Aromen der Torte unterstreicht. Schwarzer Tee, besonders Assam oder Earl Grey, bietet ebenfalls eine elegante Begleitung. Im Sommer kann auch ein Eiskaffee eine erfrischende Alternative sein.

Zusätzliche Info

Die Tradition der Schokotorte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Schokolade in Europa zunehmend verfügbar wurde. Besonders in Österreich und Deutschland entwickelten Konditoren aufwendige Rezepte für Schokoladentorten, die zu Festtagen serviert wurden. Die berühmte Sachertorte aus Wien gilt als eine der bekanntesten Varianten. Die selbst gemachte Schokoladencreme unterscheidet sich grundlegend von industriellen Produkten durch ihre natürlichen Zutaten und die Abwesenheit von Stabilisatoren oder Konservierungsstoffen. Der hohe Kakaoanteil in der Schokolade liefert zudem Antioxidantien und Mineralstoffe. In der modernen Patisserie wird diese klassische Torte oft mit verschiedenen Füllungen wie Kirschkompott, Himbeeren oder Orangenmarmelade variiert. Die Kunst liegt darin, die Balance zwischen süßer Creme und herber Schokolade zu finden.

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