In einer Zeit, in der gesunde Ernährung und Genuss keine Gegensätze mehr sein müssen, erobert ein besonderer Käsekuchen die Herzen ernährungsbewusster Naschkatzen. Dieser low-carb-Käsekuchen verzichtet weitgehend auf herkömmlichen Zucker und Weizenmehl, ohne dabei an Geschmack einzubüßen. Die Textur bleibt cremig, der Geschmack intensiv käsig, und das schlechte Gewissen bleibt draußen. Low-carb bedeutet kohlenhydratarm und bezeichnet eine Ernährungsweise, bei der der Anteil an Kohlenhydraten reduziert wird. Dieser Kuchen eignet sich perfekt für alle, die auf ihre Linie achten möchten oder sich ketogen ernähren. Mit einfachen Zutaten und einer unkomplizierten Zubereitung gelingt dieses Dessert auch Backanfängern mühelos. Die Kombination aus Frischkäse, Eiern und einer Prise Süße schafft ein Geschmackserlebnis, das jeden überzeugt.
20
50
facile
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Ofens und der Form
Den Backofen auf 160 Grad Celsius Umluft vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen oder dünn mit Butter einfetten. Dieser Schritt verhindert, dass der Käsekuchen später am Boden kleben bleibt. Die richtige Temperatur ist entscheidend für ein gleichmäßiges Backergebnis.
2. Zubereitung des Bodens
Die gemahlenen Mandeln mit der geschmolzenen Butter und einer Prise Salz in einer Schüssel vermischen. Diese Mischung gleichmäßig auf dem Boden der Springform verteilen und leicht andrücken. Dieser Mandelboden ersetzt den klassischen Mürbeteigboden und liefert gesunde Fette statt Kohlenhydrate. Für etwa 10 Minuten im vorgeheizten Ofen vorbacken, bis der Boden leicht goldbraun wird.
3. Vorbereitung der Käsemasse
Den Frischkäse bei Raumtemperatur weich werden lassen. Mit dem Handrührgerät cremig rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Das Erythrit hinzugeben und weitere 2 Minuten auf höchster Stufe schlagen. Erythrit ist ein kalorienfreier Zuckerersatz, der sich perfekt für low-carb-Rezepte eignet. Die Masse sollte nun luftig und hell sein.
4. Einarbeiten der Eier
Die Eier nacheinander zur Frischkäsemasse geben. Jedes Ei einzeln gut unterrühren, bevor das nächste hinzugefügt wird. Dieser Schritt sorgt für eine homogene Konsistenz und verhindert, dass sich die Masse trennt. Das Eigelb gibt dem Kuchen seine schöne gelbe Farbe, während das Eiweiß für Stabilität sorgt.
5. Aromatisierung der Masse
Den Vanilleextrakt und den Zitronensaft zur Käsemasse geben. Das Backpulver darüber sieben und vorsichtig unterrühren. Die Zitrone verleiht dem Kuchen eine frische Note und verhindert, dass er zu schwer schmeckt. Das Backpulver sorgt für eine leichte Lockerung der Textur.
6.
Die fertige Käsemasse auf den vorgebackenen Mandelboden gießen. Die Oberfläche mit einem Teigschaber glattstreichen. Den Kuchen auf der mittleren Schiene für etwa 40 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Oberfläche leicht gebräunt ist und die Mitte noch leicht wackelt. Nach dem Backen den Kuchen im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür etwa 10 Minuten abkühlen lassen, damit er nicht zusammenfällt.
7.
Den Käsekuchen vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend mindestens 4 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit der Kuchen seine perfekte Konsistenz entwickelt und sich die Aromen vollständig entfalten können. Der Kuchen wird dadurch schnittfester und schmeckt intensiver.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch cremigere Konsistenz kann ein Esslöffel Schmand oder saure Sahne zur Käsemasse gegeben werden. Wer es schokoladig mag, kann 2 Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver unterrühren. Der Kuchen lässt sich hervorragend portionieren und einfrieren, so hat man immer eine gesunde Nascherei im Haus. Beim Schneiden das Messer vorher in heißes Wasser tauchen, dann gelingen saubere Schnittkanten. Falls der Kuchen oben zu dunkel wird, einfach mit Alufolie abdecken.
Passende Getränke zum low-carb-Käsekuchen
Zu diesem leichten Käsekuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer Espresso. Die Bitternoten des Kaffees harmonieren perfekt mit der cremigen Süße des Kuchens. Wer es lieber alkoholisch mag, kann einen trockenen Prosecco oder einen Riesling Sekt reichen. Auch ein ungesüßter Kräutertee, etwa mit Pfefferminze oder Zitronenverbene, ergänzt den Kuchen wunderbar. Für Kinder eignet sich ein zuckerfreier Eistee oder Mineralwasser mit frischer Zitrone.
Zusätzliche Info
Der Käsekuchen hat eine lange Tradition in der deutschen und osteuropäischen Backkultur. Bereits im antiken Rom wurden käsebasierte Desserts zubereitet. Die moderne Form des Käsekuchens, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich im 18. Jahrhundert. Der New York Cheesecake wurde weltberühmt, doch auch in Deutschland hat der Käsekuchen einen festen Platz in der Kaffeetafel-Tradition. Die low-carb-Variante ist eine zeitgemäße Interpretation dieses Klassikers, die den ernährungsphysiologischen Ansprüchen unserer Zeit gerecht wird. Durch den Verzicht auf Weizenmehl und raffinierten Zucker eignet sich dieser Kuchen besonders für Menschen mit Diabetes oder solche, die eine ketogene Diät verfolgen. Das bedeutet, dass der Körper Fett statt Kohlenhydrate als Energiequelle nutzt. Mit nur etwa 4-5 Gramm Kohlenhydraten pro Stück ist dieser Käsekuchen eine echte Alternative zu herkömmlichen Backwaren.



