In deutschen Küchen gehören Käse-Makkaroni aus dem Ofen zu den beliebtesten Wohlfühlgerichten, die Generationen verbinden. Dieses traditionelle Gericht erhält durch knusprige Pekannuss-Brösel eine raffinierte Note, die dem cremigen Käse-Makkaroni-Klassiker eine überraschende Textur verleiht. Die Kombination aus geschmolzenem Käse, zarter Pasta und dem nussigen Crunch macht dieses Ofengericht zu einem kulinarischen Erlebnis für die ganze Familie.
Die Zubereitung erfordert keine besonderen Kochkünste, doch das Ergebnis überzeugt selbst anspruchsvolle Gaumen. Während die Makkaroni im Ofen goldbraun backen, entfaltet sich ein verführerischer Duft, der alle an den Tisch lockt. Diese Version mit Pekannüssen bringt amerikanische Einflüsse in die deutsche Küche und zeigt, wie internationale Zutaten heimische Klassiker bereichern können.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Makkaroni vorbereiten
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Makkaroni nach Packungsanweisung etwa 2 Minuten kürzer als angegeben kochen, damit sie noch bissfest bleiben. Al dente bedeutet, dass die Pasta noch einen leichten Biss hat und nicht zu weich ist. Die Nudeln in einem Sieb abgießen und beiseite stellen. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
2. Käsesauce zubereiten
In einem mittelgroßen Topf 40 Gramm Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Das Mehl hinzufügen und mit einem Schneebesen etwa 2 Minuten unter ständigem Rühren anschwitzen, bis eine hellgelbe Mehlschwitze entsteht. Die Mehlschwitze ist die Basis für eine sämige Sauce und bindet die Flüssigkeit. Langsam die Milch unter ständigem Rühren hinzugießen, damit keine Klümpchen entstehen. Die Sauce etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis sie deutlich eindickt.
3. Käse einarbeiten
Den Topf vom Herd nehmen und beide Käsesorten nach und nach unterrühren, bis sie vollständig geschmolzen sind. Mit Muskatnuss, Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen. Die Käsesauce sollte cremig und geschmeidig sein. Die abgetropften Makkaroni zur Käsesauce geben und gründlich vermengen, sodass jede Nudel mit der cremigen Sauce überzogen ist.
4. Pekannuss-Brösel herstellen
Die Pekannüsse grob hacken, sodass noch erkennbare Stückchen übrig bleiben. In einer Pfanne die restlichen 20 Gramm Butter schmelzen und das Olivenöl hinzufügen. Die gehackten Pekannüsse, Semmelbrösel und Paprikapulver in die Pfanne geben. Alles bei mittlerer Hitze etwa 3 bis 4 Minuten rösten, bis die Brösel goldbraun werden und ein nussiger Duft aufsteigt. Dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt.
5. Auflauf schichten
Eine große Auflaufform leicht mit Butter einfetten. Die Käse-Makkaroni gleichmäßig in die Form geben und glatt streichen. Die gerösteten Pekannuss-Brösel gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilen, sodass eine durchgehende Schicht entsteht. Diese Kruste sorgt später für den köstlichen Kontrast zwischen cremigem Inneren und knusprigem Topping.
6. Im Ofen backen
Die Auflaufform auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben. Die Käse-Makkaroni etwa 25 bis 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist und die Sauce am Rand leicht blubbert. Falls die Brösel zu dunkel werden, die Form mit Alufolie abdecken. Nach dem Backen den Auflauf etwa 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Sauce etwas setzen kann und das Servieren leichter fällt.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch intensivere Geschmacksnote können verschiedene Käsesorten kombiniert werden. Gruyère verleiht dem Gericht eine nussige Note, während Parmesan für zusätzliche Würze sorgt. Die Pekannüsse lassen sich durch Walnüsse oder Haselnüsse ersetzen, falls diese nicht verfügbar sind. Wer es schärfer mag, kann etwas Cayennepfeffer zur Käsesauce hinzufügen. Ein Geheimtipp: einen Teelöffel Senf in die Käsesauce einrühren, das hebt den Käsegeschmack hervor, ohne dominant zu sein. Die Makkaroni können auch am Vortag vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. In diesem Fall die Backzeit um etwa 10 Minuten verlängern, damit der Auflauf durchgehend heiß wird. Reste lassen sich hervorragend aufwärmen und schmecken am nächsten Tag oft noch intensiver.
Weinbegleitung für Käse-Makkaroni
Zu diesem cremigen Käsegericht passt ein trockener Weißwein mit guter Säurestruktur am besten. Ein Grauburgunder aus Baden oder ein Riesling von der Mosel harmonieren hervorragend mit der Cremigkeit des Gerichts und schneiden durch die Käseschwere. Die Säure des Weins erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen.
Wer Rotwein bevorzugt, sollte zu einem leichten Spätburgunder greifen, der nicht zu tanninreich ist. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles Lagerbier oder ein Weizenbier, dessen Frische das reichhaltige Gericht ausbalanciert. Auch ein Apfelschorle ist eine erfrischende alkoholfreie Alternative, die besonders Kindern schmeckt.
Zusätzliche Info
Käse-Makkaroni, im Englischen als Mac and Cheese bekannt, haben ihren Ursprung vermutlich in Italien, wo Pasta und Käse seit Jahrhunderten kombiniert werden. Die moderne Version entwickelte sich jedoch in Nordamerika zum Nationalgericht. In Deutschland wurde das Gericht besonders nach dem Zweiten Weltkrieg populär, als amerikanische Einflüsse die Küche bereicherten.
Die Verwendung von Pekannüssen ist eine typisch amerikanische Note, denn diese Nüsse stammen ursprünglich aus dem Süden der USA. Sie verleihen dem Gericht eine besondere Textur und einen leicht süßlichen, buttrigen Geschmack. In der deutschen Küche werden traditionell eher Semmelbrösel ohne Nüsse verwendet, doch die Kombination zeigt, wie internationale Einflüsse klassische Rezepte bereichern können.
Heute gilt das Gericht als Comfort Food, also als Wohlfühlessen, das Geborgenheit vermittelt. Es eignet sich hervorragend für Familienessen, Potlucks oder als Beilage zu Grillgerichten. Die cremige Konsistenz und der reichhaltige Käsegeschmack machen es besonders bei Kindern beliebt, während die knusprige Kruste auch Erwachsene begeistert.



