Einfach lecker: Sesamkekse mit feiner Honigsüße

Einfach lecker: Sesamkekse mit feiner Honigsüße

Die Sesamkekse mit Honigsüße gehören zu den beliebtesten Gebäckarten der orientalischen Backtradition und erobern seit einigen Jahren auch deutsche Küchen. Diese knusprigen Leckereien verbinden den nussigen Geschmack von Sesam mit der natürlichen Süße von Honig zu einer harmonischen Komposition, die sowohl zum Nachmittagskaffee als auch als süßer Snack zwischendurch perfekt passt.

Was diese Kekse besonders auszeichnet, ist ihre einfache Zubereitung bei gleichzeitig beeindruckendem Ergebnis. Während viele Gebäckrezepte komplizierte Techniken erfordern, gelingen diese Sesamkekse auch Backanfängern mühelos. Der Teig – die Grundmasse aus Mehl, Fett und Flüssigkeit – lässt sich schnell zusammenrühren und benötigt keine aufwendige Ruhezeit.

Sesam liefert nicht nur den charakteristischen Geschmack, sondern auch wertvolle Nährstoffe wie Calcium und gesunde Fettsäuren. In Kombination mit Honig, der seit Jahrtausenden als natürliches Süßungsmittel geschätzt wird, entsteht ein Gebäck, das Genuss und Qualität vereint.

Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung der zutaten

Zunächst die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur weich werden lassen. Dies dauert etwa 30 minuten und ist wichtig, damit sich die Butter später gut mit den anderen Zutaten verbinden kann. Den Backofen auf 180 grad celsius Ober- und Unterhitze – klassische Beheizung von oben und unten – vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, damit die Kekse später nicht ankleben.

2. sesam rösten

Die Sesamsamen in einer trockenen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten. Dabei ständig rühren oder die Pfanne schwenken, damit die Samen gleichmäßig bräunen und nicht verbrennen. Nach etwa 3 bis 4 minuten verströmen sie einen intensiven, nussigen Duft und nehmen eine goldbraune Farbe an. Sofort von der Herdplatte nehmen und auf einem Teller abkühlen lassen. Dieser Schritt verstärkt das Aroma – den Geschmack und Duft – der Sesamsamen erheblich.

3. teig herstellen

Die weiche Butter mit dem Zucker und dem Honig in einer Schüssel mit dem Handrührgerät etwa 2 minuten lang cremig schlagen, bis eine helle, luftige Masse entsteht. Das Ei hinzufügen und weitere 30 sekunden unterrühren. In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Vanillezucker und der Prise Salz vermischen. Diese trockenen Zutaten nach und nach zur Butter-Honig-Masse geben und auf niedriger Stufe unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Etwa 70 gramm der gerösteten Sesamsamen unter den Teig heben und gleichmäßig verteilen. Die restlichen 30 gramm Sesam für später beiseite stellen.

4. kekse formen

Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Teigportionen von etwa einem Esslöffel abnehmen und zu Kugeln formen. Jede Kugel sollte ungefähr die Größe einer Walnuss haben. Die Teigkugeln nacheinander in den restlichen Sesamsamen wälzen, sodass sie rundherum mit Sesam bedeckt sind. Anschließend die Kugeln mit ausreichend Abstand – etwa 5 zentimeter – auf das vorbereitete Backblech legen, da sie beim Backen noch etwas auseinanderlaufen. Mit der flachen Hand oder dem Boden eines Glases die Kugeln vorsichtig zu runden Scheiben von etwa 1 zentimeter Dicke flach drücken.

5. backen

Das Backblech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Kekse 10 bis 12 minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Ränder leicht golden werden, während die Mitte noch etwas heller bleibt. Wichtig ist, die Kekse nicht zu lange zu backen, da sie sonst zu hart werden. Nach dem Herausnehmen die Kekse zunächst 5 minuten auf dem Blech ruhen lassen, damit sie festigen können. Dann vorsichtig mit einem Teigschaber – flaches Werkzeug zum Abheben von Gebäck – auf ein Kuchengitter umsetzen und vollständig auskühlen lassen.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Für eine intensivere Honigsüße den Honig vor der Verarbeitung leicht erwärmen, sodass er flüssiger wird und sich besser im Teig verteilt. Wer mag, kann auch verschiedene Honigsorten ausprobieren: Akazienhonig verleiht eine milde Süße, während Waldhonig kräftigere, würzige Noten beisteuert. Die Kekse lassen sich hervorragend auf Vorrat backen und in einer luftdichten Dose etwa zwei wochen lang aufbewahren. Für eine besondere Variante kann man die Kekse nach dem Abkühlen zur Hälfte in geschmolzene Schokolade tauchen.

Passende getränke zu sesamkeksen

Zu diesen Sesamkeksen mit Honigsüße passen besonders gut Getränke, die die orientalischen Aromen unterstreichen. Ein klassischer Pfefferminztee bietet mit seiner frischen Note einen angenehmen Kontrast zur Süße der Kekse. Ebenso harmoniert ein milder Kamillentee oder ein aromatischer Jasmintee hervorragend mit dem nussigen Sesamgeschmack.

Für Kaffeeliebhaber empfiehlt sich ein Mokka oder ein kräftiger Espresso, dessen Bitterkeit die Honigsüße ausgleicht. Auch ein Cappuccino – Espresso mit aufgeschäumter Milch – passt ausgezeichnet. Wer es gerne exotisch mag, kann zu einem türkischen Apfeltee oder einem Granatapfelsaft greifen, die beide die orientalische Note der Kekse aufgreifen und verstärken.

Zusätzliche Info

Sesamkekse haben eine lange Tradition in der orientalischen und mediterranen Küche. Besonders in Ländern wie der Türkei, Griechenland und dem Nahen Osten gehören sie seit Jahrhunderten zum festen Bestandteil der Backkultur. In der Türkei sind sie unter dem Namen Tahinli Kurabiye bekannt, wobei oft Tahini – eine Sesampaste – verwendet wird.

Sesam selbst zählt zu den ältesten Ölpflanzen der Menschheit und wurde bereits vor über 5000 jahren in Mesopotamien kultiviert. Die kleinen Samen galten in vielen Kulturen als Symbol für Unsterblichkeit und wurden sowohl in der Küche als auch in der traditionellen Medizin geschätzt. Der Spruch ‚Sesam öffne dich‘ aus der Geschichte von Ali Baba und den vierzig Räubern unterstreicht die besondere Bedeutung dieser Pflanze im orientalischen Kulturraum.

Heute erfreuen sich Sesamkekse weltweit großer Beliebtheit und werden in zahlreichen Variationen gebacken. Die Kombination mit Honig ist dabei besonders in der europäischen Interpretation verbreitet, während in anderen Regionen oft Dattelsirup oder Zuckersirup zum Einsatz kommen.

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