Ich bereite sie in 10 Minuten für die ganze Familie zu“: Meine knusprig-goldenen und schmelzenden Kartoffelpuffer im Ofen, viel leichter als Pommes.

Ich bereite sie in 10 Minuten für die ganze Familie zu": Meine knusprig-goldenen und schmelzenden Kartoffelpuffer im Ofen, viel leichter als Pommes.

In deutschen Küchen erfreuen sich Kartoffelpuffer seit Generationen großer Beliebtheit. Diese knusprigen Köstlichkeiten, auch Reibekuchen genannt, gehören zum kulinarischen Erbe und vereinen Einfachheit mit Geschmack. Die hier vorgestellte Ofenvariante revolutioniert die traditionelle Zubereitung: weniger Fett, gleicher Genuss. Während klassische Puffer in reichlich Öl ausgebacken werden, garen diese im Ofen und werden dabei wunderbar goldbraun und knusprig. Die Zeitersparnis beeindruckt besonders Familien mit vollem Terminkalender. In nur zehn Minuten steht der Teig bereit, der Backofen übernimmt die restliche Arbeit. Das Ergebnis überzeugt selbst kritische Esser: außen kross, innen cremig-zart. Diese Methode reduziert den Fettgehalt erheblich und macht die Puffer bekömmlicher als Pommes frites. Kein ständiges Wenden in der Pfanne, kein Fettspritzen, keine Geruchsbelästigung. Der Ofen arbeitet gleichmäßig und zuverlässig. Perfekt für Mittag- oder Abendessen, als Beilage oder Hauptgericht. Kinder lieben die goldenen Taler, Erwachsene schätzen die unkomplizierte Zubereitung. Mit den richtigen Handgriffen gelingt diese Spezialität garantiert.

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facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Den Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen und mit einem Esslöffel Olivenöl dünn bepinseln. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Puffer später nicht am Papier kleben bleiben und eine schöne Kruste entwickeln können.

2.

Die Kartoffeln gründlich waschen und schälen. Mit einer groben Küchenreibe raspeln. Raspeln bedeutet, die Kartoffeln in feine Streifen zu reiben. Die geraspelten Kartoffeln sofort in eine Schüssel geben, damit sie nicht braun werden durch Oxidation.

3.

Die geraspelten Kartoffeln in ein sauberes Küchentuch geben und über der Spüle kräftig ausdrücken. Dieser Vorgang entfernt überschüssige Flüssigkeit, die sonst die Puffer matschig machen würde. Wirklich fest drücken, bis kaum noch Wasser austritt. Die ausgepressten Kartoffeln zurück in die Schüssel geben.

4.

Die Eier aufschlagen und zu den Kartoffeln geben. Mehl und Speisestärke hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Alles gründlich mit einer Gabel oder den Händen vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die Stärke sorgt für zusätzliche Bindung und Knusprigkeit.

5.

Mit einem Esslöffel Portionen der Kartoffelmasse abstechen und auf das vorbereitete Backblech setzen. Dabei etwa fünf Zentimeter Abstand zwischen den Puffern lassen. Mit dem Löffelrücken oder der Hand jeden Puffer flach drücken, etwa einen halben Zentimeter dick. Je flacher, desto knuspriger werden sie.

6.

Die Oberseiten der Puffer mit dem restlichen Olivenöl beträufeln oder mit dem Pinsel dünn einstreichen. Das Öl hilft beim Bräunen und sorgt für die goldene Farbe. Nicht zu viel verwenden, sonst werden die Puffer fettig statt knusprig.

7.

Das Backblech in den vorgeheizten Ofen schieben, mittlere Schiene. Etwa 15 Minuten backen, bis die Unterseiten goldbraun sind. Dann jeden Puffer vorsichtig mit einem Pfannenwender umdrehen. Vorsichtig arbeiten, damit die Puffer nicht auseinanderbrechen.

8.

Weitere 10 Minuten backen, bis beide Seiten knusprig und goldbraun sind. Die Puffer sollten an den Rändern leicht dunkel werden, das zeigt die perfekte Röstung an. Aus dem Ofen nehmen und sofort servieren, solange sie noch heiß und knusprig sind.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Mehligkochende Kartoffeln verwenden, niemals festkochende. Mehlige Sorten enthalten mehr Stärke und werden innen cremiger. Das Auspressen der Kartoffeln ist der wichtigste Schritt für knusprige Puffer. Je trockener die Masse, desto besser das Ergebnis. Wer Zeit hat, kann die geraspelten Kartoffeln zehn Minuten in kaltem Wasser ziehen lassen, dann nochmals auspressen. Das entfernt zusätzliche Stärke und macht die Puffer noch knuspriger. Die Puffer können auch vorbereitet und später gebacken werden. Einfach die geformten Puffer auf einem Teller im Kühlschrank lagern, maximal zwei Stunden. Vor dem Backen nochmals leicht ölen. Reste lassen sich am nächsten Tag im Toaster oder in der Pfanne aufknuspern.

Passende Getränke zu Kartoffelpuffern

Zu diesem herzhaften Gericht passen leichte, frische Getränke. Ein kühles Pils oder helles Bier ergänzt die knusprigen Puffer perfekt und erfrischt den Gaumen. Die Kohlensäure im Bier harmoniert mit der stärkehaltigen Kartoffel. Für Weinliebhaber empfiehlt sich ein trockener Riesling aus deutschen Anbaugebieten. Seine Säure schneidet durch die Stärke und bringt Leichtigkeit. Ein Riesling ist eine weiße Rebsorte mit fruchtig-mineralischem Charakter. Alkoholfreie Alternativen sind Apfelschorle oder ein herber Apfelsaft, die traditionell zu Kartoffelgerichten gereicht werden. Auch ein kühler Buttermilch-Drink passt hervorragend und unterstützt die Verdauung. Für Kinder eignet sich Apfelsaft oder Mineralwasser mit einem Spritzer Zitrone.

Zusätzliche Info

Kartoffelpuffer gehören zur traditionellen deutschen Küche und werden regional unterschiedlich genannt: Reibekuchen im Rheinland, Reiberdatschi in Bayern, Kartoffelplinsen in Sachsen. Die Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Kartoffeln zum Grundnahrungsmittel wurden. Ursprünglich waren Puffer ein Arme-Leute-Essen, heute gelten sie als Delikatesse. Traditionell werden sie in der Pfanne ausgebacken, was viel Öl und ständige Aufmerksamkeit erfordert. Die Ofenmethode modernisiert diese Tradition und macht sie alltagstauglich. In manchen Regionen werden Puffer süß mit Apfelmus serviert, in anderen herzhaft mit Kräuterquark oder Lachs. Die Vielseitigkeit macht sie zum beliebten Familiengericht. Ernährungsphysiologisch liefern Kartoffeln wertvolle Kohlenhydrate, Vitamin C und Kalium. Die Ofenvariante reduziert den Fettgehalt um etwa 60 Prozent im Vergleich zur Pfannenmethode. Damit werden die Puffer bekömmlicher und leichter verdaulich, ohne Geschmackseinbußen.

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