Makkaroni-Auflauf mit Aubergine und Käse – mediterran, cremig, aus dem Ofen

Makkaroni-Auflauf mit Aubergine und Käse – mediterran, cremig, aus dem Ofen

In deutschen Küchen erlebt der mediterrane Makkaroni-Auflauf gerade eine Renaissance. Dieses Gericht verbindet die Tradition des klassischen Nudelauflaufs mit der sonnigen Leichtigkeit der Mittelmeerküche. Auflauf bezeichnet ein im Ofen gebackenes Gericht, das durch die Hitze von oben eine goldene Kruste entwickelt. Die Aubergine bringt ihre samtige Textur ein, während der Käse für die cremige Bindung sorgt. Diese Kombination macht den Auflauf zu einem perfekten Familienessen, das sowohl sättigt als auch durch seine Aromen begeistert. Die Zubereitung erfordert keine Profikenntnisse, sondern nur etwas Geduld und die Freude am Kochen.

25

45

mittel

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Vorheizen bedeutet, dass der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht, bevor das Gericht hineinkommt. Dies sorgt für gleichmäßiges Garen. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Das Wasser sollte wie Meerwasser schmecken, damit die Nudeln Geschmack aufnehmen.

2.

Die Auberginen waschen und in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Anschließend die Scheiben halbieren oder vierteln, je nach Größe. Die Auberginenstücke in eine Schüssel geben, mit einem Teelöffel Salz bestreuen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Salzen und ziehen lassen entzieht der Aubergine Bitterstoffe und überschüssige Feuchtigkeit. Nach der Wartezeit die Auberginenstücke mit Küchenpapier trocken tupfen.

3.

Die Makkaroni nach Packungsanweisung al dente kochen. Al dente bedeutet bissfest, die Nudeln sollten noch einen leichten Widerstand beim Beißen haben. Sie werden im Ofen nachgaren, daher lieber eine Minute kürzer kochen als auf der Packung angegeben. Die Nudeln abgießen und mit einem Schuss Olivenöl vermengen, damit sie nicht zusammenkleben.

4.

In einer großen Pfanne drei Esslöffel Olivenöl erhitzen. Die Auberginenstücke portionsweise darin bei mittlerer Hitze etwa vier bis fünf Minuten pro Seite anbraten, bis sie goldbraun und weich sind. Nicht zu viele Stücke auf einmal in die Pfanne geben, sonst garen sie statt zu braten. Die gebratenen Auberginen auf einem Teller beiseite stellen.

5.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. In derselben Pfanne einen Esslöffel Olivenöl erhitzen und den Knoblauch bei niedriger Hitze etwa eine Minute glasig dünsten. Glasig dünsten bedeutet, dass der Knoblauch weich wird und durchsichtig aussieht, aber nicht braun wird. Die passierten Tomaten hinzufügen, mit Oregano, Basilikum, Salz und Pfeffer würzen. Die Sauce etwa zehn Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.

6.

In einer Schüssel den Ricotta mit der Hälfte des geriebenen Mozzarellas und der Hälfte des Parmesans vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Diese Käsemischung sorgt für die cremige Konsistenz des Auflaufs.

7.

Die Auflaufform leicht mit Olivenöl einfetten. Eine dünne Schicht Tomatensauce auf den Boden verteilen. Darauf die Hälfte der gekochten Makkaroni geben, dann die Hälfte der gebratenen Auberginen darauf verteilen. Die Hälfte der Ricotta-Käse-Mischung in kleinen Klecksen darauf verteilen. Diesen Vorgang wiederholen: restliche Nudeln, restliche Auberginen, restliche Ricotta-Mischung. Schichten sorgt dafür, dass jeder Bissen alle Komponenten enthält.

8.

Die restliche Tomatensauce gleichmäßig über die oberste Schicht gießen. Den übrigen Mozzarella und Parmesan darüber streuen. Die Semmelbrösel mit den Pinienkernen mischen und über den Käse streuen. Dies ergibt eine knusprige, goldene Kruste.

9.

Die Auflaufform in den vorgeheizten Ofen schieben und etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist und die Oberfläche goldbraun wird. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, mit Alufolie abdecken. Nach dem Backen den Auflauf etwa fünf Minuten ruhen lassen, bevor er serviert wird. Ruhen lassen ermöglicht es, dass sich die Schichten setzen und der Auflauf beim Schneiden nicht auseinanderfällt.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Für eine intensivere mediterrane Note können Sie frische Kräuter wie Basilikum oder Thymian kurz vor dem Servieren über den Auflauf streuen. Die Auberginen können auch im Ofen geröstet statt gebraten werden, was Zeit spart und weniger Öl benötigt. Dafür die Auberginenscheiben auf ein Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und bei 200 Grad etwa 20 Minuten rösten. Reste des Auflaufs lassen sich hervorragend am nächsten Tag aufwärmen und schmecken oft sogar noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten.

Weinbegleitung für den mediterranen Auflauf

Zu diesem cremigen, würzigen Auflauf passt ein italienischer Rotwein hervorragend. Ein Chianti Classico aus der Toskana bringt die nötige Säure mit, um die Cremigkeit des Käses auszubalancieren. Seine fruchtigen Noten von Kirschen und Pflaumen harmonieren wunderbar mit der Tomatensauce. Alternativ empfiehlt sich ein Primitivo aus Apulien, dessen kräftiger Charakter die gerösteten Aromen der Auberginen unterstreicht. Für Weißweinliebhaber ist ein Verdicchio aus den Marken eine ausgezeichnete Wahl, dessen mineralische Frische die mediterrane Würze des Gerichts betont.

Zusätzliche Info

Der Makkaroni-Auflauf hat seine Wurzeln sowohl in der italienischen als auch in der deutschen Küche. Während Italien für seine Pasta al forno bekannt ist, haben deutsche Hausfrauen seit Generationen Nudelaufläufe als praktisches Familienessen geschätzt. Die Kombination mit Auberginen verleiht dem traditionellen Gericht eine mediterrane Note, die in den letzten Jahrzehnten immer beliebter geworden ist. Die Aubergine, ursprünglich aus Indien stammend, fand ihren Weg über den arabischen Raum nach Südeuropa und ist heute aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken. In Italien nennt man sie melanzane, und sie wird in unzähligen regionalen Spezialitäten verwendet. Dieser Auflauf vereint das Beste aus beiden Welten: die Substanz und Sättigung eines deutschen Ofengerichts mit der Leichtigkeit und den Aromen des Mittelmeerraums.

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