Omas Sauerkrautsuppe mit Hackfleisch: der rustikale Klassiker aus ihrem Kochbuch

Omas Sauerkrautsuppe mit Hackfleisch: der rustikale Klassiker aus ihrem Kochbuch

Die Sauerkrautsuppe mit Hackfleisch gehört zu jenen Gerichten, die in deutschen Küchen seit Generationen weitergegeben werden. Diese herzhafte Suppe vereint die säuerliche Frische von Sauerkraut mit der deftigen Würze von Hackfleisch und schafft damit ein perfektes Gleichgewicht zwischen Tradition und Geschmack. Großmütter wussten bereits, dass diese Kombination nicht nur sättigt, sondern auch in kalten Wintermonaten wärmt und Kraft spendet. Die Zubereitung erfordert keine komplizierten Techniken, sondern setzt auf einfache Handgriffe und gute Zutaten. Wer diese Suppe einmal gekostet hat, versteht sofort, warum sie in alten Kochbüchern einen festen Platz einnimmt.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Zutaten

Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und in mundgerechte Würfel von etwa zwei Zentimetern Kantenlänge schneiden. Das Sauerkraut in einem Sieb abtropfen lassen und bei Bedarf etwas ausdrücken, damit überschüssige Flüssigkeit entweicht. Falls das Sauerkraut sehr lang ist, kann es mit einem Messer grob zerkleinert werden, um das spätere Essen zu erleichtern.

2. Anbraten des Hackfleischs

Einen großen Suppentopf bei mittlerer Hitze erwärmen und das Pflanzenöl hineingeben. Das gemischte Hackfleisch in den Topf geben und mit einem Holzlöffel auseinanderdrücken. Das Fleisch unter regelmäßigem Rühren anbraten, bis es rundherum gebräunt ist und keine rosa Stellen mehr sichtbar sind. Dieser Vorgang dauert etwa fünf bis sieben Minuten. Das Fleisch sollte schön krümelig werden, was durch das Zerteilen mit dem Kochlöffel während des Bratens erreicht wird.

3.

Die gewürfelten Zwiebeln zum gebräunten Hackfleisch geben und unter Rühren etwa drei Minuten glasig dünsten. Den gehackten Knoblauch hinzufügen und weitere zwei Minuten mitbraten, bis ein herrlicher Duft aufsteigt. Dabei aufpassen, dass der Knoblauch nicht verbrennt, da er sonst bitter schmeckt. Die Hitze bei Bedarf etwas reduzieren.

4.

Das Tomatenmark in den Topf geben und unter ständigem Rühren etwa zwei Minuten mitrösten. Dieser Schritt ist wichtig, da das Rösten dem Tomatenmark die rohe Note nimmt und es aromatischer macht. Anschließend Kümmel, Paprikapulver und Majoran hinzufügen. Diese Gewürze kurz mit anrösten, damit sie ihr volles Aroma entfalten können.

5.

Die Rinderbrühe in den Topf gießen und alles gut verrühren. Die Lorbeerblätter hinzufügen. Das abgetropfte Sauerkraut und die gewürfelten Kartoffeln ebenfalls in den Topf geben. Alles einmal kräftig umrühren, damit sich die Zutaten gut vermischen. Die Suppe zum Kochen bringen.

6.

Sobald die Suppe kocht, die Hitze reduzieren, sodass sie nur noch sanft köchelt. Den Deckel leicht schräg auf den Topf legen, damit etwas Dampf entweichen kann. Die Suppe etwa 30 bis 35 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind und sich alle Aromen miteinander verbunden haben. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.

7.

Die Lorbeerblätter aus der Suppe entfernen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei vorsichtig würzen, da sowohl das Sauerkraut als auch die Brühe bereits Salz enthalten. Die saure Sahne in einer kleinen Schüssel glatt rühren und etwa zwei Drittel davon unter die Suppe rühren. Dies verleiht der Suppe eine angenehme Cremigkeit und mildert die Säure etwas ab. Den Rest der sauren Sahne zum Servieren aufbewahren.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Wer die Suppe noch deftiger mag, kann zusätzlich geräucherte Wurst wie Kabanossi oder Bratwurst in Scheiben geschnitten hinzufügen. Diese etwa zehn Minuten vor Ende der Garzeit zugeben, damit sie sich gut erwärmen. Ein Schuss Weißwein beim Ablöschen nach dem Anbraten des Hackfleischs verleiht der Suppe eine besondere Note. Das Sauerkraut kann auch vorher kurz unter fließendem Wasser abgespült werden, wenn man eine mildere Säure bevorzugt. Die Suppe schmeckt am nächsten Tag noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten. Sie lässt sich hervorragend portionsweise einfrieren und ist somit ein praktisches Vorratsgericht für kalte Tage.

Passende Getränke zur Sauerkrautsuppe

Zu dieser rustikalen Suppe passt ein kühles Bier ausgezeichnet, besonders ein helles Lagerbier oder ein Pilsner, dessen Bitterkeit die Säure des Sauerkrauts ausgleicht. Wer Wein bevorzugt, sollte zu einem trockenen Riesling greifen, dessen fruchtige Säure harmonisch mit der Suppe korrespondiert. Ein Grauburgunder aus deutschen Anbaugebieten stellt ebenfalls eine gute Wahl dar, da seine dezente Frucht und sein runder Körper die deftigen Aromen ergänzen. Für Liebhaber kräftigerer Weine eignet sich ein Spätburgunder, dessen erdige Noten mit dem Hackfleisch eine schöne Verbindung eingehen. Auch ein Apfelschorle oder ein Mineralwasser mit Kohlensäure erfrischt zwischen den Löffeln und reinigt den Gaumen.

Zusätzliche Info

Die Sauerkrautsuppe hat ihre Wurzeln in der mittel- und osteuropäischen Küche, wo Kohl seit Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel gilt. Die Fermentation von Weißkohl zu Sauerkraut war eine wichtige Konservierungsmethode, die es ermöglichte, auch im Winter vitaminreiche Nahrung zu haben. In Deutschland entwickelte sich die Sauerkrautsuppe zu einem beliebten Wintergericht, das vor allem in ländlichen Regionen geschätzt wurde. Jede Familie hatte ihr eigenes Rezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die Kombination mit Hackfleisch macht die Suppe besonders sättigend und nahrhaft. Sauerkraut enthält viele Probiotika, also gesundheitsfördernde Bakterien, die die Verdauung unterstützen. Zudem ist es reich an Vitamin C, was früher half, Mangelerscheinungen im Winter vorzubeugen. Diese Suppe verkörpert die Philosophie der bodenständigen Hausmannskost, die mit einfachen Mitteln großen Geschmack erzeugt. In vielen deutschen Gasthäusern findet man sie noch heute auf der Speisekarte, besonders in den kälteren Monaten.

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