Rezept: Kaspress-Knödel mit Salat aus geröstetem Wintergemüse

Rezept: Kaspress-Knödel mit Salat aus geröstetem Wintergemüse

In den gemütlichen Stuben der österreichischen Alpenregion gehören Kaspress-Knödel zu den kulinarischen Klassikern, die Einheimische wie Besucher gleichermaßen begeistern. Diese herzhaften Knödel aus Altbrot, würzigem Bergkäse und frischen Kräutern werden traditionell in Butter goldbraun gebraten und mit einem knackigen Salat serviert. Die heutige Interpretation kombiniert die rustikalen Knödel mit einem modernen Salat aus geröstetem Wintergemüse, das durch die Ofenhitze eine angenehme Süße und intensive Aromen entwickelt. Diese Kombination vereint alpine Tradition mit zeitgemäßer Gemüseküche und eignet sich hervorragend für kalte Wintertage, wenn man nach herzhafter, wärmender Kost verlangt.

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moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Knödelmasse

Die altbackenen Semmelwürfel in eine große Schüssel geben. Die Milch leicht erwärmen und über die Brotwürfel gießen. Alles etwa 10 minuten ziehen lassen, damit das Brot die Flüssigkeit vollständig aufnehmen kann. Diese Ruhephase ist wichtig, damit die Knödel später die richtige Konsistenz erhalten und nicht auseinanderfallen.

2. Würzen und binden

Den geriebenen Bergkäse zur eingeweichten Brotmasse geben. Die Eier aufschlagen und hinzufügen. Schnittlauch und Petersilie unterrühren. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Das Mehl nach und nach einarbeiten, bis eine formbare Masse entsteht. Die Masse sollte fest genug sein, um Knödel zu formen, aber nicht zu trocken. Bei Bedarf etwas mehr Milch oder Mehl ergänzen.

3. Knödel formen

Mit angefeuchteten Händen aus der Masse gleichmäßige Knödel formen. Jeder Knödel sollte etwa die Größe eines Tennisballs haben. Die fertigen Knödel auf ein Brett legen und leicht andrücken, sodass sie eine flache Form erhalten. Diese Form sorgt später für eine größere Bratfläche und mehr knusprige Kruste.

4. Wintergemüse vorbereiten

Den Backofen auf 200 grad vorheizen. Die vorgekochtе Rote Bete in mundgerechte Würfel schneiden. Die getrockneten Pastinaken in warmem Wasser 15 minuten einweichen, dann abtropfen lassen und in Stücke schneiden. Die Karotten schälen und in dicke Scheiben schneiden. Das gesamte Gemüse auf einem Backblech verteilen.

5. Gemüse würzen und rösten

Das vorbereitete Gemüse mit Olivenöl beträufeln. Rosmarin und Thymian darüber streuen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Honig gleichmäßig über das Gemüse träufeln. Alles gut vermischen, damit jedes Gemüsestück mit der Würzmischung überzogen ist. Im vorgeheizten Ofen etwa 30 minuten rösten, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

6. Knödel braten

Die Butter in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Die Knödel vorsichtig in die Pfanne legen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten jeweils 4 bis 5 minuten goldbraun braten. Dabei nicht zu oft wenden, damit sich eine schöne Kruste bilden kann. Die Knödel sollten außen knusprig und innen saftig sein. Kaspress bedeutet übrigens gepresster Käse, was auf die traditionelle Zubereitungsart hinweist.

7. Salat anrichten

Das geröstete Gemüse aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Balsamico-Essig darüber träufeln. Den Feldsalat waschen, gut abtropfen lassen und mit dem gerösteten Gemüse mischen. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie duften, und über den Salat streuen.

8. Anrichten und servieren

Die gebratenen Kaspress-Knödel auf vorgewärmten Tellern anrichten. Den Salat aus geröstetem Wintergemüse daneben platzieren. Wer möchte, kann noch etwas frisch geriebenen Bergkäse über die Knödel hobeln. Sofort servieren, solange die Knödel noch heiß und knusprig sind.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Wenn die Knödelmasse zu weich ist und sich schlecht formen lässt, einfach noch etwas Mehl oder geriebenes Altbrot hinzufügen. Ist sie zu trocken, hilft ein Schuss Milch. Die perfekte Konsistenz erkennt man daran, dass sich die Masse gut formen lässt, ohne an den Händen zu kleben. Die Knödel können auch einen Tag im Voraus vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das macht sie sogar etwas fester und leichter zu braten. Beim Braten nicht zu viel Hitze verwenden, sonst verbrennt die Butter und die Knödel werden außen zu dunkel, bevor sie innen durchgegart sind.

Passende Weinbegleitung

Zu diesem herzhaften Gericht aus den Alpen passt hervorragend ein österreichischer Grüner Veltliner, dessen frische Säure und pfeffrigen Noten die Käsearomen der Knödel wunderbar ergänzen. Alternativ harmoniert auch ein leichter Zweigelt mit seiner fruchtigen Art gut mit dem gerösteten Wintergemüse. Wer einen deutschen Wein bevorzugt, greift zu einem trockenen Riesling aus der Pfalz, dessen Mineralität die erdigen Gemüsenoten unterstreicht. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein unfiltriertes Kellerbier oder ein bernsteinfarbenes Märzen, das die rustikale Note des Gerichts aufgreift.

Zusätzliche Info

Die Kaspress-Knödel stammen ursprünglich aus Tirol und gehören zur traditionellen Almküche der österreichischen Alpenregion. Entstanden sind sie aus der Notwendigkeit, altbackenes Brot und Käsereste zu verwerten, was in der bäuerlichen Küche stets eine wichtige Rolle spielte. Der Name leitet sich vom Presswurst oder Presskäse ab, einem festen Bergkäse, der traditionell verwendet wurde. In den Almhütten wurden die Knödel oft in der Pfanne gebraten, da dies weniger Wasser und Energie erforderte als das Kochen in Salzwasser. Heute sind sie ein fester Bestandteil der österreichischen Wirtshauskultur und werden sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage zu Sauerkraut oder Salat serviert. Die Kombination mit geröstetem Wintergemüse ist eine moderne Interpretation, die den traditionellen Knödeln eine leichtere, vitaminreichere Komponente hinzufügt und perfekt zur zeitgenössischen Gemüseküche passt.

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