Schokobon-Schnitten vom Blech: cremig, schokoladig und ganz ohne Backen

Schokobon-Schnitten vom Blech: cremig, schokoladig und ganz ohne Backen

Die Schokobon-Schnitten vom Blech erobern derzeit die sozialen Netzwerke im Sturm. Diese cremige Köstlichkeit ohne Backen vereint knusprige Keksschichten mit einer samtigen Schokoladenfüllung, die an die beliebten Pralinen erinnert. Eine perfekte Kombination aus Textur und Geschmack, die selbst unerfahrene Hobbyköche mühelos gelingt.

Das Besondere an diesem Dessert liegt in seiner unkomplizierten Zubereitung. Ohne Ofen, ohne komplizierte Techniken entsteht ein Kuchen, der optisch und geschmacklich überzeugt. Die cremige Füllung erhält ihre seidige Konsistenz durch geschickte Kombination von Mascarpone und Schokolade, während knusprige Butterkekse für den nötigen Biss sorgen.

Für vier Personen reicht bereits eine kleine Portion dieser intensiv-schokoladigen Verführung. Der Kühlschrank übernimmt die Hauptarbeit, während Sie sich anderen Dingen widmen können. Ein Dessert, das Zeit spart und dennoch beeindruckt.

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung der form

Die Kastenform mit Backpapier auslegen, sodass das Papier an allen Seiten übersteht. Dies erleichtert später das Herauslösen des fertigen Kuchens erheblich. Die überstehenden Ränder dienen als praktische Griffe. Die Form sollte etwa 20 Zentimeter lang sein, damit die Schichten schön proportioniert werden.

2. schokoladencreme zubereiten

Die Vollmilchschokolade grob hacken und in einer Schüssel über dem Wasserbad (eine Schüssel über einem Topf mit siedendem Wasser) schmelzen. Dabei ständig rühren, damit die Schokolade gleichmäßig schmilzt und nicht anbrennt. Vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen. In einer separaten Schüssel die Mascarpone mit dem Puderzucker cremig rühren. Das Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa zwei Minuten laufen lassen, bis die Masse luftig wird.

3. haselnusskomponente einarbeiten

Die Haselnusspaste zur Mascarpone-Mischung geben und gründlich verrühren. Diese Kombination verleiht der Creme ihren charakteristischen Geschmack. Anschließend die geschmolzene, leicht abgekühlte Schokolade unterrühren. Mit dem Vanilleextrakt verfeinern. Die Masse sollte nun eine gleichmäßige, glänzende Konsistenz haben.

4. sahne aufschlagen

Die Sahne in einer gekühlten Schüssel steif schlagen. Wichtig ist, dass sowohl Schüssel als auch Sahne gut gekühlt sind, damit sie optimal aufschlägt. Die Sahne sollte feste Spitzen bilden, aber nicht zu lange geschlagen werden, sonst wird sie körnig. Vorsichtig unter die Schokoladenmasse heben, nicht rühren. Diese Technik nennt man unterheben und bewahrt die Luftigkeit der Sahne.

5. erste keksschicht legen

Den Boden der vorbereiteten Form mit einer Schicht Butterkekse auslegen. Die Kekse können bei Bedarf halbiert werden, um Lücken zu füllen. Eine lückenlose Schicht ist wichtig für die Stabilität des Desserts. Die Kekse bilden das knusprige Fundament.

6. cremeschichten aufbauen

Die Hälfte der Schokoladencreme gleichmäßig über die Keksschicht streichen. Mit dem Spatel glattstreichen, damit eine ebene Fläche entsteht. Eine zweite Schicht Butterkekse darauf verteilen und leicht andrücken. Die restliche Creme darüber verteilen und erneut glattstreichen. Diese Schichtung sorgt für das typische Aussehen beim Anschneiden.

7. butter-schokoladen-glasur herstellen

Die weiße Schokolade mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Langsam rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Diese Glasur über die oberste Cremeschicht gießen und mit dem Spatel gleichmäßig verteilen. Die gehackten Haselnüsse darüber streuen, solange die Glasur noch flüssig ist, damit sie gut haften.

8. kühlphase

Die Form mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens vier Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Die Kühlzeit ist entscheidend, damit die Schichten fest werden und sich sauber schneiden lassen. Geduld zahlt sich hier aus, denn nur gut durchgekühlte Schnitten behalten ihre Form beim Servieren.

9. portionieren und servieren

Die Schnitten mithilfe des überstehenden Backpapiers aus der Form heben. Auf einem Schneidebrett mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Stücke schneiden. Das Messer zwischen jedem Schnitt unter heißem Wasser abspülen und abtrocknen, so entstehen saubere Schnittkanten. Für vier Personen etwa acht Stücke schneiden, sodass jeder zwei Portionen erhält.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Um besonders saubere Schnittkanten zu erzielen, das Messer vor jedem Schnitt kurz in heißes Wasser tauchen und anschließend abtrocknen. Die Wärme lässt die Schokolade leicht anschmelzen und verhindert Brüche. Alternativ können die Schnitten 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie nicht zu hart sind. Wer es noch cremiger mag, kann einen Esslöffel Sahnelikör in die Mascarpone-Mischung einarbeiten. Die Schnitten lassen sich auch hervorragend einfrieren und sind so bis zu drei Monate haltbar.

Die perfekte Begleitung zum schokoladigen Genuss

Zu diesem intensiv-schokoladigen Dessert empfiehlt sich ein kräftiger Espresso oder ein Cappuccino. Die Bitternote des Kaffees bildet einen wunderbaren Kontrast zur Süße der Schnitten. Alternativ harmoniert ein Glas kalte Milch ausgezeichnet mit der cremigen Textur.

Für besondere Anlässe passt ein süßer Dessertwein wie ein Moscato d’Asti oder ein Recioto della Valpolicella. Die fruchtigen Noten ergänzen die Haselnuss-Schokoladen-Kombination perfekt. Auch ein Nusslikör wie Frangelico unterstreicht die Haselnusskomponente auf elegante Weise.

Zusätzliche Info

Die Inspiration für diese Schnitten stammt von den beliebten Ferrero-Pralinen, die seit den 1990er Jahren Schokoladenliebhaber begeistern. Die Kombination aus Haselnuss und Milchschokolade hat italienische Wurzeln und geht auf die lange Tradition der piemontesischen Confiserie zurück.

Das Prinzip der No-Bake-Kuchen (Kuchen ohne Backen) erfreut sich zunehmender Beliebtheit, besonders in den warmen Monaten, wenn niemand den Ofen anheizen möchte. Diese Zubereitungsart stammt ursprünglich aus den USA, wo Kühlschrankkuchen seit den 1950er Jahren zum Standardrepertoire gehören.

Die Verwendung von Mascarpone verleiht der Creme ihre charakteristische Cremigkeit. Dieser italienische Frischkäse aus der Lombardei wird traditionell für Tiramisu verwendet, funktioniert aber ebenso hervorragend in modernen Dessertkreationen. Seine milde Säure balanciert die Süße der Schokolade perfekt aus.

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