Der Blutorangenkuchen von Julia Floß erobert derzeit die sozialen Netzwerke und begeistert Hobbybäcker im gesamten deutschsprachigen Raum. Diese saftige Kreation verbindet die intensive Aromatik sonnengereifter Blutorangen mit einer zarten, luftigen Textur, die jeden Gaumen verzaubert. Die charakteristische rötliche Färbung des Teigs macht diesen Kuchen zu einem echten Hingucker auf jeder Kaffeetafel.
Was dieses Rezept besonders auszeichnet, ist seine überraschende Einfachheit trotz des beeindruckenden Ergebnisses. Selbst unerfahrene Bäcker können mit den richtigen Handgriffen und etwas Geduld ein Meisterwerk zaubern, das Gäste staunen lässt. Der Kuchen eignet sich hervorragend für festliche Anlässe ebenso wie für gemütliche Sonntagnachmittage.
Die Blutorange verleiht dem Gebäck nicht nur ihre unverwechselbare Farbe, sondern auch eine dezente Säure, die perfekt mit der Süße des Teigs harmoniert. Durch die Verwendung von Saft und abgeriebener Schale entfaltet sich ein vollmundiges Aroma, das lange am Gaumen nachhallt.
25
50
mittel
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Form und des Ofens
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform gründlich mit Butter einfetten und mit etwas Mehl bestäuben, damit sich der Kuchen später problemlos lösen lässt. Diesen Schritt niemals auslassen, denn er ist entscheidend für ein perfektes Ergebnis. Alternativ kann man auch Backpapier verwenden, was die Reinigung erleichtert.
2. Trockene Zutaten mischen
Das Mehl mit dem Backpulver, einer Prise Salz und der Speisestärke in eine große Schüssel sieben. Das Sieben ist wichtig, damit keine Klümpchen entstehen und der Teig schön luftig wird. Die Speisestärke, auch Maisstärke genannt, sorgt für eine besonders zarte Krume und macht den Kuchen saftig. Alle trockenen Zutaten mit einem Schneebesen gut vermengen.
3. Blutorangen vorbereiten
Die Blutorangen heiß abwaschen und gründlich trocken reiben. Mit einer feinen Reibe die äußere Schale abreiben, dabei nur die rote Schicht nehmen und das weiße Fruchtfleisch vermeiden, da es bitter schmeckt. Die Orangen anschließend auspressen und den Saft durch ein Sieb gießen, um Kerne und Fruchtfleischstücke zu entfernen. Etwa 200 ml Saft sollten dabei entstehen.
4. Teig herstellen
Die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät etwa fünf Minuten lang schaumig schlagen, bis die Masse deutlich heller wird und an Volumen zunimmt. Das Öl langsam einrühren, dann den Blutorangensaft und die abgeriebene Schale unterrühren. Die Mehlmischung portionsweise mit einem Teigschaber unterheben, dabei vorsichtig arbeiten, damit die Luftigkeit erhalten bleibt.
5. Backen des Kuchens
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene etwa 50 Minuten backen. Nach 40 Minuten mit einem Holzstäbchen die Stäbchenprobe machen: wenn beim Hineinstechen kein Teig mehr am Stäbchen haftet, ist der Kuchen fertig. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Den fertigen Kuchen zehn Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
6. Glasur zubereiten
Für die Glasur den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit etwa drei Esslöffeln Blutorangensaft zu einer dickflüssigen, aber noch streichfähigen Masse verrühren. Die Konsistenz sollte so sein, dass die Glasur langsam vom Löffel tropft. Bei Bedarf mehr Saft oder Puderzucker hinzufügen. Den vollständig ausgekühlten Kuchen mit der Glasur überziehen und diese gleichmäßig verteilen. Die Glasur etwa 30 Minuten antrocknen lassen, bevor der Kuchen angeschnitten wird.
Tipp vom Chefkoch
Um die Intensität des Blutorangenaromas zu verstärken, kann man einen Teil des Öls durch geschmolzene Butter ersetzen. Dies verleiht dem Kuchen zusätzlich einen vollmundigeren Geschmack. Wer es besonders fruchtig mag, kann kandierte Blutorangenscheiben als Dekoration auf die noch feuchte Glasur legen. Ein Geheimtipp: einige Tropfen Orangenblütenwasser in die Glasur geben, das verleiht eine mediterrane Note. Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten. In einer Kuchendose aufbewahrt bleibt er bis zu fünf Tage frisch und saftig.
Die perfekte Begleitung zum Blutorangenkuchen
Zu diesem fruchtigen Kuchen passt hervorragend ein Moscato d’Asti, dessen leichte Süße und prickelnde Art die Zitrusnoten unterstreicht. Alternativ harmoniert ein frisch aufgebrühter Earl Grey Tee wunderbar mit den Orangenaromen, da die Bergamotte eine natürliche Brücke zu den Zitrusfrüchten schlägt.
Für Kaffeeliebhaber empfiehlt sich ein mild gerösteter Filterkaffee oder ein Cappuccino, dessen Milchschaum die Säure des Kuchens ausgleicht. An warmen Tagen bietet sich ein eisgekühlter Orangenblütentee an, der die mediterrane Atmosphäre des Gebäcks unterstreicht. Auch ein Glas Prosecco mit einem Spritzer Blutorangensaft kreiert eine festliche Kombination, die Gäste begeistern wird.
Zusätzliche Info
Die Blutorange stammt ursprünglich aus Sizilien und verdankt ihre charakteristische Färbung dem Pigment Anthocyan, das sich durch die starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht am Fuße des Ätna entwickelt. Diese besondere Zitrusfrucht wird hauptsächlich zwischen Dezember und April geerntet und gilt als Delikatesse unter den Orangensorten.
In der mediterranen Backkunst haben Zitrusfrüchte seit Jahrhunderten einen festen Platz. Bereits im 18. Jahrhundert wurden in italienischen Klöstern Kuchen mit Orangen verfeinert. Julia Floß, eine bekannte Food-Bloggerin, hat mit ihrer modernen Interpretation dieser Tradition einen viralen Hit gelandet. Ihr Rezept kombiniert traditionelle Backtechniken mit zeitgenössischer Ästhetik.
Der Rührkuchen, zu dem auch dieser Blutorangenkuchen zählt, gehört zu den Grundteigen der Konditorei und zeichnet sich durch seine unkomplizierte Zubereitung aus. Die Methode, alle Zutaten nacheinander zu verrühren, garantiert ein gelingsicheres Ergebnis. Blutorangen enthalten übrigens mehr Vitamin C als herkömmliche Orangen und verleihen Backwaren eine natürliche, appetitliche Färbung ohne künstliche Farbstoffe.



