Wohlfühl-Rezept: Warmer Butterkuchen mit Bratäpfeln – so lecker

Wohlfühl-Rezept: Warmer Butterkuchen mit Bratäpfeln – so lecker

In der kalten Jahreszeit sehnen wir uns nach Wärme und Geborgenheit. Was könnte da besser passen als ein warmer Butterkuchen mit Bratäpfeln, der Küche und Herz gleichermaßen erwärmt? Dieses traditionelle Wohlfühlrezept vereint die butterweiche Textur eines klassischen deutschen Kuchens mit der aromatischen Süße karamellisierter Äpfel. Der Duft von Zimt und Vanille durchzieht das Haus und weckt Kindheitserinnerungen. Diese Kombination aus saftigem Hefeteig, knuspriger Butterstreusel und würzigen Bratäpfeln ist mehr als nur ein Dessert. Es ist eine kulinarische Umarmung, die Körper und Seele guttut. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Zeit, doch das Ergebnis rechtfertigt jeden Handgriff. Perfekt für gemütliche Nachmittage mit der Familie oder als krönender Abschluss eines Sonntagsessens.

30

45

moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Hefeteigs

Erwärmt die Milch in einem kleinen Topf auf etwa 37 Grad. Sie sollte lauwarm sein, nicht heiß, damit die Hefe optimal arbeiten kann. Lauwarm bedeutet Körpertemperatur, also angenehm warm am Handgelenk. Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel und drückt in der Mitte eine Mulde hinein. Streut die Trockenhefe in diese Mulde und gebt einen Teelöffel Zucker sowie drei Esslöffel der lauwarmen Milch dazu. Lasst diesen Vorteig etwa zehn Minuten ruhen, bis sich kleine Bläschen bilden. Das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.

2. Teig kneten und gehen lassen

Fügt nun die restliche Milch, 50 Gramm weiche Butter, die Eier, den restlichen Zucker, eine Prise Salz und ein Päckchen Vanillezucker zum Mehl hinzu. Knetet alles etwa acht Minuten zu einem glatten, elastischen Teig. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und leicht glänzen. Deckt die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab und lasst den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Ein warmer Ort kann die Nähe der Heizung oder ein leicht erwärmter Backofen sein.

3. Bratäpfel vorbereiten

Während der Teig ruht, bereitet ihr die Bratäpfel vor. Gebt die getrockneten Apfelringe in einen Topf und übergießt sie mit dem Apfelsaft. Fügt den braunen Zucker, einen Teelöffel Zimt und eine Prise Nelkenpulver hinzu. Lasst alles bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln, bis die Äpfel weich sind und der Saft leicht eingedickt ist. Die Äpfel sollten noch ihre Form behalten, aber schön weich sein. Nehmt den Topf vom Herd und lasst die Bratäpfel abkühlen.

4. Butterkuchen formen

Heizt den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Fettet eine Springform mit etwas Butter ein und legt den Boden mit Backpapier aus. Knetet den aufgegangenen Teig noch einmal kurz durch und rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis aus, der etwas größer als eure Form ist. Legt den Teig in die Form und drückt ihn am Rand etwa drei Zentimeter hoch. Verteilt die abgetropften Bratäpfel gleichmäßig auf dem Teig.

5. Butterstreusel herstellen

Schmelzt die restlichen 100 Gramm Butter in einem kleinen Topf. Verteilt die flüssige Butter mit einem Backpinsel großzügig über den Äpfeln und dem Teigrand. Vermischt in einer kleinen Schüssel den Puderzucker mit dem zweiten Päckchen Vanillezucker und dem restlichen Teelöffel Zimt. Streut diese Mischung über den gesamten Kuchen. Verteilt abschließend die Mandelblättchen darüber.

6. Backen und servieren

Stellt den Kuchen auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens und backt ihn etwa 35 bis 40 Minuten. Der Kuchen ist fertig, wenn er goldbraun ist und sich der Teig fest anfühlt. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, deckt den Kuchen nach 25 Minuten mit Alufolie ab. Nehmt den fertigen Butterkuchen aus dem Ofen und lasst ihn etwa zehn Minuten in der Form abkühlen, bevor ihr den Springformrand löst. Serviert den Kuchen noch warm, damit die Butter noch leicht schmilzt und der Duft sich voll entfaltet.

Gisela

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr keine getrockneten Apfelringe findet, könnt ihr auch Apfelmus aus dem Glas verwenden und es mit Zimt und etwas Stärke andicken. Achtet darauf, dass der Hefeteig wirklich warm steht, denn Hefe mag keine Kälte. Im Winter könnt ihr den Backofen auf 50 Grad vorheizen, ausschalten und die Schüssel hineinstellen. Für extra Geschmack könnt ihr dem Teig abgeriebene Zitronenschale hinzufügen. Die Butter sollte wirklich flüssig sein, damit sie gut in den Teig einzieht und ihn schön saftig macht. Reste schmecken am nächsten Tag leicht erwärmt ebenfalls wunderbar.

Die perfekte Begleitung zum warmen Butterkuchen

Zu diesem wohligen Winterdessert passt am besten ein heißer Apfelpunsch oder ein aromatischer Früchtetee mit Zimtnote. Wer es gerne etwas kräftiger mag, kann einen Glühwein servieren, dessen Gewürze harmonisch mit den Bratäpfeln korrespondieren. Für Kinder und alle, die es alkoholfrei mögen, ist ein warmer Kakao mit einem Hauch Vanille die ideale Wahl. Auch ein frisch gebrühter Kaffee mit einem Schuss Sahne unterstreicht die butterige Süße des Kuchens perfekt. Die Wärme des Getränks verstärkt das Gefühl von Gemütlichkeit und Geborgenheit, das dieser Kuchen vermittelt.

Zusätzliche Info

Der Butterkuchen gehört zu den ältesten deutschen Backtraditionen und hat seine Wurzeln in Norddeutschland, wo er oft sonntags frisch gebacken wurde. Die Kombination mit Bratäpfeln ist eine winterliche Variation, die besonders in der Adventszeit beliebt ist. Bratäpfel selbst haben eine lange Tradition in der mitteleuropäischen Küche und galten früher als einfaches, aber nahrhaftes Winterdessert. Die Verbindung von Hefeteig und karamellisierten Früchten findet sich in vielen regionalen Varianten. In manchen Gegenden wird der Kuchen auch mit Pflaumen oder Birnen zubereitet. Das Besondere an diesem Rezept ist die großzügige Verwendung von Butter, die dem Kuchen seinen charakteristischen Geschmack und die saftige Konsistenz verleiht. Der Name Wohlfühlrezept kommt nicht von ungefähr, denn die Kombination aus Kohlenhydraten, Fett und Zucker setzt Glückshormone frei und wärmt von innen.

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